Das Poolfach

Das Modell

Pool - das ist fächerübergreifender Unterricht in den Grundlagenfächern Wirtschaft und Recht, Philosophie und Geschichte in den Maturaklassen.

An der Kantonsschule Reussbühl Luzern führen wir in der 6. Klasse das Grundlagenfach Wirtschaft und Recht als interdisziplinäres Fach Wirtschaftsgeschichte & Wirtschaftsphilosophie (je ein Semester), bezeichnet als „Poolfach". Es ist mit einer Jahres-Lektion dotiert. Die beiden Fachlehrer sind in der Lektion gleichzeitig anwesend.
Das Poolfach soll eine Plattform sein, auf welcher Fragestellungen interdisziplinär diskutiert, analysiert, beurteilt und Synthesen gebildet werden, die für beide Fachschaften von Bedeutung sind.

In Wirtschaftsgeschichte ergründen wir, warum einzelne Länder oder Gebiete sich wirtschaftlich entwickeln und andere in der Entwicklung zurückbleiben. Wir vergleichen die unterschiedlichen Entwicklungen in Schwarzafrika und Japan sowie China und Russland. In Wirtschaftsphilosophie diskutieren wir über die Finanzkrise und deren Ursachen. Zusätzlich betrachten wir auch rechtliche Aspekte wie beispielsweise innerhalb des Strafrechts die Frage nach dem Verschulden und dem Sinn der Strafe.

Aktivitäten im Schuljahr 2014/15

Am 11. November 2014 nehmen wir am Europaforum in Luzern teil und thematisieren bei Begegnungen mit Experten folgende Schwerpunkte:

  • Offene Märkte und Afrika: Wirtschafts-, entwicklungs- und gesellschaftspolitische Aspekte
  • Offene Märke und WTO: Afrika, China und Indien unter einem Dach

Am 11. Dezember 2014 findet der Projekttag „Menschenrechte“ an der Kantonsschule Reussbühl Luzern statt. Die Schülerinnen und Schüler werden im Poolfach auf die Menschenrechte aufmerksam gemacht, da man bei der Behandlung von Russland und China unabdingbar auf die Problematik der Menschenrechte und deren Durchsetzung stösst. Zudem sind die Schülerinnen und Schüler in einer globalisierten Welt als Konsument als auch als mündige Bürger mit den Menschenrechten konfrontiert. Am Projekttag „Menschenrechte“ werden die Schülerinnen und Schüler zuerst in Workshops mit Personen, welche die Thematik aus ihrer praktischen Tätigkeit oder gar als Opfer kennen, zusammen arbeiten und die Durchsetzbarkeit von Menschenrechten thematisieren. Anhand von Leitfragen werden sie zudem über den Sinn, die Akzeptanz der Menschenrechte wie auch über eigene Handlungsmöglichkeiten diskutieren.

Aktivitäten aus früheren Jahren

  • Ein Exportunternehmen unter wirtschaftlichem Druck: Führung durch ein Werk der Swiss Steel AG sowie anschliessende Diskussion
  • Begegnung mit Herrn Jean-Pierre Roth, ehem. Direktor der Schweizerischen Nationalbank und anschliessende Diskussion über die europäische Finanzkrise
  • Besichtigung Grand Hotel Europe mit anschliessendem Gespräch über die Bedeutung des Tourismus für Luzern
  • Begegnung mit Christiane Leister, Inhaberin, VRP und CEO der Leister Group
  • Begegnung mit dem damaligen Bundespräsident Ueli Maurer und Behandlung der Frage: Was zeichnet das Image der Schweiz aus?