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Filmsprache

Inhalt Glossar

  1. Einstellungsgrössen
  2. Perspektive
  3. Bildgestaltung
  4. Kamerabewegung
  5. Untertitel
  6. Ton
  7. Beleuchtung
  8. Schnitt
  9. Zeiteffekte
  10. Spezialeffekte

Anhang: didaktisch-methodische Überlegungen


Einstellungsgrössen

1. Einstellungsgrössen

1.1 Totale

Die Zuschauerin bzw. der Zuschauer wird in den Ort des Geschehens eingeführt. Die Einstellung muss lange genug sein (ca. 4-8 Sekunden), um dem Publikum zu ermöglichen, alle wichtigen Dinge wahrzunehmen. Oft wird dies auch als "Establishing Shot" bezeichnet – man weiss, wo die Szene spielt und was der Schauplatz alles umfasst.

1.2 Halbtotale

Hier wird die Distanz zur Zuschauerin bzw. zum Zuschauer verringert, er oder sie bekommt einen näheren Bezug zur Umgebung bzw. zum Geschehen. Die Figur ist ganz oder ab Kniehöhe sichtbar, im letzteren Fall spricht man auch von "amerikanisch".

1.3 Halbnah

Die Umgebung spielt hier zwar immer noch eine Rolle, die Person rückt aber immer mehr in den Vordergrund. Die Kamera verlässt die neutrale Beobachterfunktion, sie wählt aus, trifft Wertungen. Die Figur ist von der Hüfte aufwärts zu sehen.

1.4 Nah

Das Objekt oder der Kopf des Darstellers bzw. der Darstellerin füllt den Bildschirm zu zwei Dritteln aus. Die Mimik wird erkennbar. Die Gefühle und Emotionen der Figur können vom Publikum eindeutig nachvollzogen werden. Diese Aufnahmen sind sehr emotionsgeladen.

1.5 Detail

Hier wird nur ein Ausschnitt aus einer Grossaufnahme gezeigt. Die Darstellung erhält dadurch eine besonders intensive Bildwirkung und Aussagekraft.

Making of Gladiator


Perspektive

2. Perspektive

2.1 Normalperspektive

Die Kamerahöhe ist auf der Augenhöhe eines erwachsenen Menschen, was der alltäglichen Wahrnehmung entspricht. Im Film wird vor allem mit der Normalperspektive gearbeitet. Die Normalperspektive hat folgende Funktionen: Eindruck von Realismus, Authentizität, Objektivität.

2.2 Vogelperspektive

Als Vogelperspektive bezeichnet man die Betrachtung eines Gegenstandes von einem schräg darüberliegenden Augenpunkt aus. Die Vogelperspektive sorgt für eine gute Übersicht, vor allem bei Landschaften. Filmemacher setzen auch das Extrem ein - den Blickwinkel aus der Senkrechten nach unten. Diese könnte man als Vertikalperspektive bezeichnen. Dieses filmische Mittel wird z.B. bei schnellen Handlungen eingeschoben. Dies ist allerdings nur mit einem Kamerakran möglich (siehe unten).

2.3 Froschperspektive

Unter dem Begriff Froschperspektive versteht man die Betrachtung eines Gegenstandes von einem Augenpunkt aus, welcher unter der normalen Augenhöhe liegt. Dieser Kamperastandpunkt mit Blickrichtung nach oben ermöglicht den Betrachtern einen ungewöhnlichen, aber immer noch gut nachvollziehbaren Betrachtungswinkel. Beim Einsatz der Froschperspektive sollte man sich immer bewusst sein, dass diese Perspektive einen optischen und dramaturgischen Effekt erzielt. Zudem kann bei der Verwendung der Froschperspektive die Lichtsituation ein Problem werden.

2.4 Subjektive Kamera

Eine Art Vogel- oder Froschperspektive wird auch dann eingesetzt, wenn der Grössenunterschied zwischen zwei Handlungsträgern betont werden soll; in diesem Fall spricht man aber von der "subjektiven Kamera". Dabei soll der Eindruck erweckt werden, das Kinopublikum sehe gleichsam mit den Augen einer Film-Figur. Diese Perspektive kann auf verschiedene Arten "aufgelöst" werden, so z.B. mit einer minimen Kamerafahrt in die Einstellungsgrösse "over the shoulder". Weit verbreitet ist die subjektive Kamera auch in Situationen, in denen die Fortbewegung einer Figur suggeriert werden soll - meist wird dann mit einer Handkamera gefilmt. Das Bild zeigt dann die leichten Auf- und Abbewegungen, wie wir sie vom normalen Gang her kennen.

Forced Perspective in Lord of the Rings


Bildgestaltung

3. Bildgestaltung

3.1 Goldener Schnitt

Der Goldene Schnitt ist ein ideales Seitenverhältnis, das auch in der Natur oft zu finden ist. Auf den Bildausschnitt bezogen, stellt man sich diesen in neun gleich große Rechtecke aufgeteilt vor. Wenn es gelingt, im Bild vorhandene horizontale und vertikale Linien mit den gedachten Linien annähernd zur Deckung zu bringen, wird der Eindruck für die menschliche Wahrnehmung am angenehmsten sein. Die Schnittpunkte der Linien eignen sich besonders zur Platzierung bildwichtiger Elemente. Der Goldene Schnitt wird vor allem in der Fotografie und in der Filmindustrie verwendet. So werden zum Beispiel wichtige Bildelemente bei den Schnittpunkten platziert, um die Aufmerksamkeit darauf zu lenken. Mit dem Goldenen Schnitt kann man auch mehr Dynamik in einem Bild oder in einer Szene erzeugen. Schon Euklid von Alexandria – ein berühmter griechischer Mathematiker im 3. Jh. v. Chr. – erkannte das Seitenverhältnis. Man nannte den Goldenen Schnitt schon in der Antike das "Mass der Dinge".

3.2 Tiefenwirkung

Als Tiefenwirkung wird die Erscheinung von räumlicher Wirkung beim Betrachten einer Fläche bezeichnet. Ein 2-dimensionales Bild erscheint, als ob eine zusätzliche Dimension vorhanden wäre. Neben Höhe und Breite kommt scheinbar als 3. Dimension die Tiefe hinzu. Diese Wirkung tritt durch den Einfluss von Licht, Farbe und Linienanordnung auf. Damit bei Filmen eine Tiefenwirkung wahrgenommen werden kann, müssen mindestens zwei Referenzobjekte identifiziert werden (z.B. Vordergrund, Hintergrund). Der Effekt ist auch wahrnehmbar, wenn Parallelen quer durch das Bild verlaufen, die sich durch den zunehmenden Betrachtungsabstand einander annähern.

Technische Fehler in berühmten Filmen


Kamerabewegung

4. Kamerabewegung

4.1. Schwenk

Als Schwenk werden Bewegen der Kamera bezeichnet, ohne dass diese den Standort verlässt. Der Schwenk informiert, kann aber auch suchen, abtasten, Details hervorheben usw. Die Schwenkgeschwindigkeit muss so abgestimmt werden, dass ein Erfassen des Bildinhaltes möglich ist. Zum Schwenken gehört ein Stativ mit einem guten Schwenkkopf. Selbst unter Zuhilfenahme des Stativs sind aber Schwenks in Teleposition (Zoom-Effekt) äusserst schwierig, da die kleinsten Erschütterungen im Bild vergrössert wiedergegeben werden. Daher sehen wir im Kino meist Schwenks mit Normal- oder Weitwinkelposition. Häufig sind Begleitschwenks und Reissschwenks.

4.1.1 Begleitschwenk

Der Begleitschwenk folgt einem bewegten Objekt. Das Augenmerk wird auf das Objekt gelenkt, während der Hintergrund unruhig und verwischt erscheint. Die Entfernung zwischen Objekt und Kamera kann sich verändern (der Standort und die Teleposition der Kamera bleiben jedoch dieselben), und damit auch die Abbildungsgrösse. Die Schwenkgeschwindigkeit wird vom Objekt bestimmt. Aus ästhetischen Gründen wird z.B. bei einer gehenden Person vorne (in Gehrichtung) mehr "Raum" mitgefilmt als hinten.

4.1.2 Reissschwenk

Der Reissschwenk ist eine Sonderform. Er verbindet zwei Motive durch eine "gerissene" Kamerabewegung, ohne dass der dazwischen liegende Raum klar erkennbar ist. Mit dem Reissschwenk können hektische, nervöse Wirkungen erzielt und Ortswechsel angedeutet werden. In vielen Fällen lässt er sich durch einen Schnitt ersetzen.

4.2 Kamerafahrt

4.2.1 Zoom in

Bei der Zufahrt (Zoom in) verändert sich die Einstellungsgrösse. Der Zoom im Film stellt selten eine Veränderung der Brennweite am Kameraobjektiv (hier Zoomobjektiv) dar. Meist wird aus Qualitätsgründen die ganze Kamera zum Objekt hin bewegt. Als Vehikel für die Kamera dient ein Kamerawagen, oft werden auch Gleise verlegt. Beim Zoom in ist immer das Ziel bekannt. Die Geschwindigkeit der Annäherung an das Objekt darf nur so gross sein, dass das Erfassen des Bildinhalts noch möglich ist. Ist primär die Annäherung an das Ziel wichtig, ist auch eine Art Reiss-Zoom in möglich.

4.2.2 Zoom out

Um eine Landschaft zu zeigen oder das Ausmass einer Handlung offenzulegen kann das Zoom out verwendet werden. Auch hier bewegt der Regisseur meist die Kamera physisch vom Objekt weg, oft auf einem Gleis-Wagen. Das Kaschieren dieser Gleise z.B. bei einer Rückwärtsfahrt ist alsdann eine besondere Herausforderung für die Regie.

4.2.3 Parallelfahrt

Eine Parallelfahrt wird dann eingesetzt, wenn man ein Objekt (z.B. zwei sich fortbewegende, miteinander sprechende Figuren) begleiten möchte. Der Abstand zur Kamera kann gleich bleiben oder sich verändern.

4.2.4 Countering

Hierbei handelt es sich um zwei konträr verlaufende Bewegungen: Während sich die Film-Figur auf die Kamera zu bewegt, bewegt sich die Kamera ihrerseits auf die Figur zu. Die Fortbewegungs-Geschwindigkeit der Figur wird dadurch erhöht, die Aktion dramatisiert. Dieses Mittel wird nur sehr spärlich eingesetzt.

4.2.5 Kranfahrt

Kamerakräne erlauben es zunächst einmal, die Kamera höher zu positionieren, als es mit einem Stativ möglich wäre. Zudem können wir Personen oder Gegenstände unmittelbar unter der Kamera aufnehmen - eine Perspektive welche mit Dollies (Plattform für Kamera) oder Stativen unmöglich wäre. Auch die Ausrichtung und Umpositionierung geht vergleichsweise schnell; bei Schienen müsste man erst wieder den ganzen Aufbau verschieben und die Schienen neu mit der Wasserwaage ausrichten. Kranfahrten sind meist Kamerafahrten in der vertikalen und der horizontalen Ebene. Diese Bewegungsart ist für den Menschen eher ungewöhnlich und entspricht weniger unserer Raumerfahrung. Kranfahrten sind meist nicht durch die Bewegung der Darsteller motiviert.

4.3 Bullet Time

4.3.1 Mit statischem Objekt

Von engl. bullet = Projektil und time = Zeit. Der seit der Matrix-Trilogie bekannte Begriff bezeichnet in der Filmkunst einen Spezialeffekt, bei dem der Eindruck einer Kamerafahrt um ein "in der Zeit eingefrorenes" Objekt herum entsteht. Dieser Spezialeffekt erlaubt, Geschehnisse genau und von verschiedenen Blickwinkeln aus zu sehen. Der Effekt wird dadurch erreicht, dass man keine tatsächliche Kamerafahrt macht; vielmehr handelt es sich um eine Aneinanderreihung von Einzelbildaufnahmen des Objekts, die von mehreren Kameras aufgenommen werden. Das spätere Hintereinanderschalten der einzelnen Aufnahmen erweckt den optischen Eindruck einer Kamerafahrt. Das Retouschieren aller anderen Kameras, die im Hintergrund des Objekts sichtbar sind, ist aber vonnöten. Beim Bullet-Time-Effekt mit statischem Objekt lösen alle Aufnahmeapparate exakt zur selben Zeit aus; das aufgezeichnete Objekt scheint in seiner Bewegung stillzustehen, während der Zuschauer um das Objekt herum (oder an ihm entlang) fährt. Denn jedes Standbild zeigt exakt dasselbe Stück Realität, nur eben aus einem anderen Sichtwinkel. Der Ausdruck "Bullet Time" ist ein eingetragenes Warenzeichen von Warner Bros., dem Distributor des Kinofilms Matrix.

4.3.2 Mit bewegtem Objekt

Bullet Time eignet sich auch für Bewegungen z.B. einer Pistolenkugel oder eines Kämpfers. Wenn die Aufnahmeapparate nicht zur selben Zeit, sondern leicht verzögert auslösen, stellt sich ein Zeitlupeneffekt ein. Denn dann ist von Standbild zu Standbild eine Veränderung des Objekts zu erkennen.

Behind the Scenes MAtrix


Untertitel

5. Untertitel

5.1 Untertitel in der Zielsprache

Untertitel bezeichnen Textzeilen, die in einem Film oder einem Fernsehbild meist am unteren Rand eingeblendet werden, um gesprochene Inhalte aus einer Fremdsprache zu übersetzen oder sie für Hörgeschädigte erfassbar zu machen. Untertitel für Gehörlose und Schwerhörige beschreiben neben den sprachlichen Inhalten auch Umgebungsgeräusche, z.B. mit dem Hinweis "ruhige Musik". Untertitel werden mit einem Laser in das Filmmaterial gebrannt. In den meisten Ländern werden fremdsprachige Filme aus Kostengründen in der Regel untertitelt, statt sie zu synchronisieren. Die Alternativmethode, einen Film in eine andere Sprache zu übersetzen, ist die Synchronisation, bei der die Stimmen anderer Sprecher in einer anderen Sprache aufgenommen werden und die Originalstimmen ersetzen. Im Falle der DVD können ausländische Filme dem Publikum in zwei Versionen zugänglich gemacht werden: synchronisiert und untertitelt. Ist die weisse Schrift vor einem hellen Hintergrund zu sehen, wird sie dunkel hinterlegt. Im Normalfall werden Äusserungen unterschiedlicher Sprecher in separate Zeilen gesetzt und diese durch Spiegelstriche angeführt.

5.1.2 Unterschied zu Inserts

Untertitel sind von Inserts zu unterscheiden, die auch eine dramaturgische Funktion übernehmen. Ein Insert im Film ist eine informative Texteinblendung innerhalb eines Filmes, die zumeist das Verständnis der Handlung unterstützt bzw. den Film erst so verständlich macht. Typische Inserts wären beispielsweise Ortsangaben, Uhrzeiten und Jahreszahlen.

5.1.3 "Geschlossene" Untertitel

Optional zuschaltbare Untertitel werden "geschlossene Untertitel" (closed subtitles, im amerikanischen Englisch "closed caption") genannt und kommen häufig bei DVD-Filmen zum Einsatz.

5.1.4 "Offene" Untertitel

Untertitel, die sich nicht abschalten lassen, werden "offene Untertitel" (open subtitles) genannt. Dies ist z.B. dann der Fall, wenn die Schauspieler nicht die vom Film bzw. von der Synchronisation gesetzte Standardsprache, sondern eine andere Sprache sprechen (z.B. Sprache eines Indianerstamms). Filme und Videos mit diesen direkt und unwiderruflich in das Bild integrierten Untertiteln werden auch etwa als "hardsubbed" bezeichnet.

5.2 Stilistische Effekte mit Untertiteln

Ausserdem haben viele Regisseure auch die Untertitel als Stilmittel verwendet und damit experimentiert.

  • Im Film "Austin Powers" wird die oben erwähnte Überblendung von Untertiteln durch einen hellen Hintergrund zum Zwecke der Situationskomik ausgenutzt. In einer Szene wird der gesprochene Text eines Japaners mit „Essen Sie ein Stück Kot“ untertitelt. Erst nachdem einige weisse Requisiten beiseite geschoben wurden, kommt der Rest zum Vorschein: "...elett vom Thunfisch."
  • Die gesamten Dialoge des Filmes "Passion of Christ" von Mel Gibson sind in Aramäisch, Latein und Hebräisch gesprochen. Gibson beabsichtigte ursprünglich nicht, Untertitel einzufügen – mit dem Argument, dass dem Publikum die Handlung bereits bekannt sei. Aber die Händler setzten Untertitel durch, da sie fürchteten, dass das Publikum einen komplett unübersetzten Film ablehnen würde.
  • Bei "The Da Vinci Code – Sakrileg" sprechen die französischen Charaktere untereinander in ihrer Muttersprache und die Geistlichen des Vatikans sowie der Mönch Silas Latein. Diese Passagen werden untertitelt. Regisseur Ron Howard wollte damit die Internationalität des Films betonen.
  • In "Die Geschichte der Nana S." nimmt Regisseur Jean-Luc Godard seiner Hauptfigur Nana (gespielt von Anna Karina) in einer sehr bewegenden Szene für kurze Zeit die Sprache und lässt sie nur im nun eingeblendeten Untertitel sprechen. Eines von unzähligen Stilmitteln, durch die Godard mit dem Medium Film und seinen Möglichkeiten und Gewohnheiten spielt.
  • In der Kinoversion des Films "L'Auberge Espagnole" spricht jeder der WG-Mitbewohner seine eigene Muttersprache, die in unterschiedlichen Farben untertitelt wird. Auf diese Weise wird die Internationalität der Erasmus-Studenten deutlich.

5.3 Die Anzeigedauer eines Untertitels

Der eingeblendete Untertitel darf unabhängig vom Umfang des Originaldialogs eine bestimmte Dauer nicht überschreiten. Die Zuschauer müssen genügend Zeit haben, den Untertitel zu lesen, ohne dabei den Bildinhalt völlig aus den Augen zu verlieren. Diese grundsätzlichen Regeln werden beachtet:

  • drei Sekunden werden benötigt, um eine Zeile zu lesen
  • eine Untertiteleinblendung sollte nicht länger als zwei Zeilen sein
  • eine Zeile des Untertitels sollte nicht mehr als 37 Zeichen haben

Als Folge zeigen Untertitel oft stark gestutzte Versionen der Originaldialoge, mit deutlichem Verlust an Feinheit und Nuancen.

Top 50 Synchronsprecher


Ton

6. Ton

6.1  Stimme

6.1.1 Originalton

Der Originalton (O-Ton) ist der an einem Aufnahme-Ort aufgezeichnete oder von dort übertragene Ton bei Berichterstattungen aller Art. Beim O-Ton werden Versprecher, Verlegenheitslaute ("äh", " ähm") und Störgeräusche nach Möglichkeit herausgeschnitten. Damit unterscheidet sich der O-Ton von der Atmo (Geräusche am Drehort). Um Hintergrundgeräusche gezielt zu eliminieren, werden am Drehort sensible Richtmikrophone verwendet und das Mikrophon mit dem Galgen so nahe wie möglich an die Quellen gebracht. Oft werden jedoch Film- und Fernseh-Aufnahmen mit Synchronsprechern und Geräuschemachern nachvertont – der O-Ton ist wird also ersetzt. In seltenen Fällen synchronisieren sich die Schauspielerinnen und Schauspiel auch selber.

6.1.2 Off-Stimme, Voice-over

Voice-over ist der Englische Begriff für Off-Stimme. Eine Off-Stimme ist eine Stimme in einer visuellen Produktion, bei der der Off-Sprecher oder die Off-Sprecherin nicht im Bild zu sehen sind (z.B. in Dokumentarfilmen, Werbungen).

6.1.3 Synchronstimme

Synchronsprecher sind entweder Schauspieler oder sonstige freiberufliche Sprecher, die ihre Stimme einsetzen, um fremdsprachige Filme in die Zielsprache zu übertragen. Zudem werden sie bei Filmen eingesetzt, die naturgemäss keine Stimmen enthalten (wie zum Beispiel bei Zeichentrickfilmen). Meist haben Filmfiguren oder Schauspieler über Jahre z.B. dieselbe deutsche Synchronstimme. Ab und zu kommt es aber auch zu Wechseln. Unverständlicherweise sind die Namen der Synchronsprecherinnen und -sprecher allgemein unbekannt.

6.2 Soundeffekte

Ein Soundeffekt ist ein bewusst eingesetztes, akustisches Signal, das mit einem Element aus der Film-Realität verbunden wird. Viele Soundeffekte werden für Aktionen, andere aber zur Unterstützung einer atmosphärischen Stimmung in einem Film eingesetzt. Die Nutzung von Soundeffekten geht bis auf das Theater zurück, wo aber nur einfache Geräusche erschaffen wurden (z. B. Donner).  Mit dem Wechsel zum Tonfilm wurden die Töne der Geräuschemacher unverzichtbar. Heute ist der "Mediengestalter Bild und Ton" ein anerkannter Beruf. Man Unterscheidet grundsätzlich zwischen drei Kategorien von Soundeffekten.

6.2.1 Natürliche Soundeffekte

Natürliche Soundeffekte unterstützen Aktionen, die auch im Bild zu sehen sind, wie z.B. ein herannahendes Auto, Schritte im Kies oder Gewehrschüsse. Nicht immer wird jedoch O-Ton der Geräusche verwendet, sondern man greift auf künstliche Methoden zurück. Oft sind diese Geräusche im Film widernatürlich laut hörbar.

6.2.2 Hintergrund-Geräusche

Hintergrund-Geräusche sine Geräusche, die nicht mit bestimmten Aktionen synchronisiert sind, sondern dem Publikum eine Situation verdeutlichen sollen. In diese Kategorie gehören z.B. Geräusche des Waldes, das Rauschen von Regen, Geräusche von Tieren oder der Verkehrslärm in einer Grossstadt.

6.2.3 Künstliche Soundeffekte

Künstliche Soundeffekte (SFX) kommen in der Natur nur schwach oder gar nicht vor und werden daher von einem Geräuschemacher (sound artist) produziert. So können z. b. auch futuristische Technologien mit einem Geräusch versehen werden. Auch wenn z.B. Ufos im All Fluggeräusche verursachen, ist SFX angewendet worden.

6.3 Musik, Soundtrack

Dieser Begriff bezeichnete ursprünglich die gesamte Tonspur eines Filmes. Heute versteht man darunter allerdings einen oder mehrere Songs, die in einem Film Verwendung finden. Soundtrack ist auch die Bezeichnung der auf CD veröffentlichten Musik aus einem Film.

Der Beruf des Geräuschemachers


Beleuchtung

7. Beleuchtung

7.1 Natürliche Beleuchtung

Bei einer normalen Lichtgestaltung wird der Eindruck einer natürlichen Sehgewohnheit vermittelt, d.h. es gibt eine ausgewogene Hell-Dunkel-Verteilung. Dieser Beleuchtungsstil, der am häufigsten eingesetzt wird, schafft eine realistische Atmosphäre. Beim Normalstil wird die Szene so ausgeleuchtet, dass alle Details deutlich zu erkennen sind und der Eindruck einer gleichmässigen Ausleuchtung entsteht.

7.2 Low-Key Beleuchtung

Beleuchtungsstil, bei dem grosse Teile des Bildes dunkel bleiben und Schatten eine grosse Rolle spielen. Dieser Stil eignet sich besonders für die Darstellung dramatischer Situationen, geheimnisvoller Vorgänge, Verbrechen oder psychischer Anspannungen. Nächtlich dunkle Räume, düster bedrohliche Stimmungen, Einsamkeit auf regennassen Strassen werden damit vor allem gezeigt. Dieser Beleuchtungsstil steht fast immer in Verbindung zur Nacht.

7.3 High-Key Beleuchtung

Bei diesem Beleuchtungsstil erscheint die Szene gleichmässig bis gar übermässig hell. Dies dient vor allem dazu, um eine heitere, gelassene Stimmung auszudrücken. Da bei High-Key die vorhandenen Kontraste durch Beleuchtung weitgehend ausgeglichen werden, müssen Kleidung und Dekoration darauf abgestimmt sein.

Der Filmlook von Arrival


Schnitt

8. Schnitt

8.1 Schuss-Gegenschuss

Engl. Shot-Reverse-Shot. Damit bezeichnet man eine Sequenz von Einstellungen, die insbesondere in Dialogsituationen gebräuchlich ist. Dabei werden die Darstellerinnen bzw. Darsteller während ihres Dialoges abwechselnd gezeigt. So spricht Darsteller A ("Schuss"), daraufhin wird die Reaktion von Darsteller B gezeigt ("Gegenschuss"). Sehr gebräuchlich ist dabei die Einstellung "over the shoulder".

8.2 Parallelmontage

Engl. cross-cutting oder inter cutting. Dies ist eine Technik, bei der die aufeinanderfolgenden Einstellungen zwischen zwei oder mehr Handlungssträngen hin und her springen. Die Parallelmontage wurde bereits in frühen Filmen, wie z.B. "Der grosse Eisenbahnraub" (1903), eingesetzt, und ist bis heute weit verbreitet.Zudem wird die Parallelmontage eingesetzt, um Beschränkungen von Spezialeffekten zu umgehen. Eine Parallelmontage zwischen einem rennenden Mann und auf die Kamera zurasenden Zug suggeriert beispielsweise, der Mann laufe vor dem Zug davon. Eine weitere Gestaltungsmöglichkeit bietet der Rhythmus, in dem die aufeinanderfolgenden Einstellungen montiert werden; wird beispielsweise mit zunehmender Geschwindigkeit zwischen zwei Handlungen hin und her geschnitten, kann dies die Spannung der Szene erhöhen.

8.3 Split Screen

Split Screen oder Bildschirmaufteilung ist eine in visuellen Medien verwendete Technik, die das Bild in zwei (oder mehr) Bereiche aufteilt, um zwei Handlungen oder Bilder gleichzeitig zu zeigen.

8.4 Überblendung

Die Überblendung ist eine Filmschnitttechnik, die im Gegensatz zum harten Schnitt steht. Hierbei wird das alte Bild langsam ausgeblendet und das neue Bild gleichzeitig eingeblendet. Dadurch entsteht ein fliessender Übergang zwischen beiden, was häufig verwendet wird, um zwei zeitlich oder räumlich weit voneinander entfernte Szenen zu suggerieren.

8.5 Ursache - Wirkung

Wenn ein Schütze seine Waffe auf ein Ziel richtet und abdrückt, möchte der Zuschauer im nächsten Bild sehen, was das Ziel war, und ob der Schütze getroffen hat oder nicht. Der Schuss ist die Ursache, das getroffene (oder nicht getroffene) Ziel ist die Wirkung. Ebenso kann z. B. das Zeigen eines Gesichtes beim Betrachten eines Kunstwerkes etwas "bewirken". Das kann Zustimmung oder Ablehnung sein. Das Kunstwerk im ersten Bild zeigt die Ursache, die Wirkung auf dem Gesicht des Betrachters wird im folgenden Bild gezeigt. Dieses Prinzip muss nicht immer in dieser Reihenfolge ablaufen, es kann auch umgedreht werden (Abwechslung). Wenn man zuerst die Wirkung zeigt, wird beim Zuschauer Neugierde geweckt, was denn die Ursache dafür war.

8.6 Cliffhanger

Wird am Ende einer Filmsequenz oder am Filmende der Ausgang der Handlung offen gelassen (bildlich: hängt die Hauptperson am Rande einer Klippe), spricht man von einem "cliffhanger".

8.7 Bewegungsschnitt

Aus dem amerikanischen Erzählkino hat sich das Ideal des "unauffälligen" Schnitts entwickelt, der den Ablauf der Geschichte nicht stören soll. Der Bewegungsschnitt erfüllt diese Forderung und zählt zur Hohen Schule der Montage. Von Bewegungsschnitt spricht man dann, wenn eine Aktion von einer Einstellung in die nächste über den Schnitt hinweg geführt wird. Selbst die kleinste Bewegung kann als Impuls für einen Schnitt dienen. Für ein gutes Gelingen des Bewegungsschnitts ist es wichtig, dass man auf überlapptes Drehen achtet. Die Bewegung soll in beiden Einstellungen möglichst ganz vorhanden sein. Bei der Montage kann dann entschieden werden, wo der Schnitt angesetzt wird. Dies kann wahlweise in der Mitte, am Anfang oder am Ende der Bewegung erfolgen. Die Montage steht zwar am Ende der Filmherstellung, sollte aber im Drehbuch und im Kopf des Gestalters von Anfang an dabei sein.

8.8 Akustische Klammer

Bei dieser Methode werden zwei Einstellungen oder Szenen durch den vorgezogenenen filmischen Ton (Soundeffekt oder Dialogteil) verbunden. Das heisst, man hört z. B. schon eine Person reden, obwohl sich erst im Szenenwechsel klärt, dass dies zu einem anderen (späteren) Zeitpunkt oder an einem anderen Ort geschieht. Diese Technik des vorgezogenen Wechsels der Tonspur wurde erstmals 1931 von Fritz Lang in "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" verwendet und ist heute immer noch sehr verbreitet.

Gängig ist auch der umgekehrte Weg, um beispielsweise von der Planung einer Aktion zu deren Durchführung zu schneiden, während die Tonspur mit der Erläuterung des Plans fortfährt. In Monty Pythons Komödie "Das Leben des Brian" wird die Entführung von Pontius Pilatus’ Frau auf diese Weise umgesetzt.

8.9 Establishing Shot

Ein Establishing Shot ist die erste Einstellung einer Sequenz, häufig eine Totale. Er zeigt meistens eine Landschaftsaufnahme oder den jeweiligen Ort des Geschehens. Durch den Establishing Shot soll der Ort der Handlung vorgestellt und dadurch etabliert werden. Er dient damit der räumlichen und zeitlichen Orientierung des Zuschauers im Handlungsraum. Establishing Shots sind meist lange Einstellungen, die auch mit einer komplexen Kamerafahrt verbunden sind.

How Interstellar was edited


Zeiteffekte

9. Zeiteffekte

9.1 Zeitraffer

Beim Zeitraffer handelt es sich um eine filmische Methode zur Verlangsamung der Aufzeichnung von Bewegungsabläufen, bei der die Bildfrequenz der Aufnahmekamera im Verhältnis zur Abspielfrequenz herabgesetzt wird. Werden die Aufnahmen dann mit normaler Geschwindigkeit abgespielt, scheint der aufgenommene Vorgang schneller abzulaufen. Dadurch werden auch Änderungen sichtbar, die in Echtzeit aufgrund ihrer langsamen Natur vom Menschen nicht oder nur schwer wahrnehmbar sind. Die Kamera läuft zum Beispiel mit 12 Bilder pro Sekunde. Bei der Projektion des Films wird der Film jedoch mit der normalen Bildfrequenz (für Kino) von 24 Bilder pro Sekunde wiedergegeben. So ergibt sich ein doppelter Zeitraffer. Die Aufnahme der einzelnen Filmbilder kann bei kurzen Sequenzen von Hand erfolgen, für Langzeitaufnahmen werden spezielle Schaltgeräte (Impulsgeber) verwendet.

9.2 Slow Motion

Die Zeitlupe ist eine in der Filmtechnik und Computersimulation angewandte Methode um die Bewegungsabläufe verlangsamt darzustellen. Das ihr zugrunde liegende Prinzip geht auf eine Erfindung von August Musger aus dem Jahre 1904 zurück. Beim Film wird eine Zeitlupe realisiert, indem man die Bildfrequenz bei der Aufnahme erhöht und den entstandenen Film mit normaler Geschwindigkeit wiedergibt. Für extreme Zeitlupenaufnahmen werden spezielle Kameras eingesetzt.

Slow Motion in Inception


Spezialeffekte

10. Spezial-Effekte

10.1 Effekte während der Produktion

10.1.1 Kulissen

Viele Filme spielen an Originalschauplätzen (z.B. in New York). Ebenso oft werden aber sehr aufwändige Schauplätze künstlich geschaffen (z.B. Goldgräber-Stadt im Wilden Westen).

10.1.2 Filmblut

Filmblut oder auch Kunstblut ist eine künstlich hergestellte Flüssigkeit, die in Farbe, Konsistenz und äusserer Erscheinung echtem Blut so nahe wie möglich kommen soll. Die Verwendung ist bei Theater oder Film üblich. Industriell hergestelltes Kunstblut besteht in der Regel aus Gelatine und verschiedenen Lebensmittelfarben. Kapselblut, das im Mund der Darsteller verwendet wird, enthält zumeist Erdbeer- oder Pfefferminzaroma, um die Verwendung zu erleichtern.

10.1.3 Miniaturen/ Modelle

Spätestens seit "Herr der Ringe" ist die fantastische Aussagekraft von Miniaturen bekannt. Miniaturen erscheinen im Film als übergrosse Bauten, Schauplätze oder Statuen. Sie entstehen von eigens dafür ausgebildeten Handwerkerinnen und Handwerkern und sind so gut gemacht, dass die Kamera sehr nahe an sie heranfahren kann. Sie sind jedoch meist nur eines von mehreren Elementen einer ganzen Einstellung – das Komponieren der Teile miteinander muss in der Postproduktion geleistet werden.
 
10.1.4 Maske

Die Maskenbildner in Hollywood haben sich in den letzten Jahrzehnten vor allem auch darin perfektioniert, das Aussehen von Menschen zu verändern. Um aus einem 30-Jährigen einen Greis zu machen, dazu sind nur ca 3 Arbeitsstunden und geeignete Silikonstücke vonnöten.

10.1.5 Matté-Bilder

Matté-Bilder sind eine kostengünstige Alternative, um zu sagenumwobenen Landschaften zu kommen. Maler stellen die Gemälde auf riesenhaften Leinwänden dar. Bei der Herstellung der "Herr der Ringe"-Trilogie hat man mehrmals auf dieses Mittel gezählt. Allerdings stets in Kombination mit z.B. Miniaturen und Bildstücken von echten Schauplätzen.

10.1.6 Pyrotechnik   

Die Pyrotechnik (von griechisch "pyr" für Feuer) weist auf eine Technik in Verbindung mit meist explosiv ablaufender Verbrennung hin. Es gibt wohl keinen Action-Streifen, der ohne pyrotechnische Effekte auskommt, denn wir treffen sie an als Explosionen, Mündungsfeuer von Gewehren, Brände usw. Am Set müssen ausgewiesene Fachleute damit betraut werden.

10.1.7 Stunts

Stunt kommt aus dem Englischen und heisst soviel wie "besonders geschicktes oder gewagtes Kunststück". Das Wort wird vorrangig im Bezug auf Filmaufnahmen verwendet, bei denen die gefährlichen Szenen, die den Stars nicht zugemutet werden sollen, durch Stuntmen oder Stuntwomen erledigt werden. Es gibt viele verschiedene Arten von Stunts. Die häufigsten sind: Stürze (z.B. von Treppen oder Gebäuden), Sprünge (z.B. von Brücken), Kämpfe (mit den Fäusten oder mit Waffen) und Unfälle (z.B. mit Autos). Auch das Trickfahren mit Autos oder Motorrädern wird als Stunt bezeichnet. Es gibt Fahrzeug-Stunts, die selbst für Stuntmen zu gefährlich wären. Dann wird ein ferngesteuertes Fahrzeug oder ein computergesteuertes Fahrzeug verwendet. Viele Verfolgungs-Szenen werden minutiös geplant. Das eine oder andere Auto wird auch schon mal erst am Computer eingesetzt (Vgl. Postproduktion).

10.2 Effekte der Postproduktion

Die Postproduktion umfasst sämtliche Arbeitsschritte der Nachbearbeitung eines Films oder Fotos. Zur Postproduktion eines Filmes gehören auch der Schnitt und das Vertonen und Unterlegen der Bilder mit Musik. Des weiteren findet die Postproduktion im Bereich der Fotografie statt. Nach der Digitalisierung des Bildmaterials werden in der Postproduktion Retuschen, Farbkorrekturen, Bildoptimierungen etc. vorgenommen. Die Arbeitsabläufe in der Postproduktion unterscheiden sich zum Teil erheblich; je nachdem, wie gross der Anteil von computergenerierten Effekten und Bildern ist und welches Endprodukt herzustellen ist.

10.2.1 Visual Effects

Als Visuelle Effekte bzw. Visual Effects (VFX) bezeichnet man Effekte in Filmen, die heutzutage meist mit Computern in der Postproduktion erzeugt werden. VFX im Film sollen real wirken, um den Zuschauern die Illusion glaubhaft zu machen. Gut gemachte Effekte sollten als solche im Kinosaal nicht erkennbar sein. VFX wird häufig zur Kostenersparnis eingesetzt. Visuelle Effekte können aber dennoch beträchtliche Summen kosten. Es rentiert sich aber meist deshalb, da das Bauen eines Filmsets z. B. einer kompletten mittelalterlichen Stadt noch teurer werden würde. Die gleiche Stadt kann für einen Bruchteil der Kosten digital mit Hilfe von VFX am Computer "gebaut" werden. Es werden oft mehrere Ebenen kombiniert wie z. B. die Darsteller in einem teilweise gebauten Set und digital ergänzten Teilen. Vor allem in Historienfilmen, Science-Fiction-Filmen, Katastrofenfilmen und Fantasyfilmen werden VFX eingesetzt. Ab und zu wird 3-D-Modellierung auch für die Vorvisualisierung von Story Boards eingesetzt - es entstehen sogenannte Previz.

10.2.2 Blue Screen

Die Blue Screen-Technik ist ein Verfahren in der Film- bzw. Fernsehtechnik, das es ermöglicht, Gegenstände oder Personen nachträglich vor einen Hintergrund zu setzen, der entweder eine reale Filmaufnahme (z. B. Landschaft) oder eine Computergrafik (z. B. Hintergrund bei Nachrichten-Sendungen) enthalten kann. Eine frühe Form der Blue Screen-Technik wurde zum ersten Mal 1933 im Film "King Kong" verwendet. Der erste Kinofilm, bei dem intensiv mit Blue Screen gearbeitet wurde, war "Ben Hur" (1959).

Titanic: Behind the Scenes


Didaktisch-methodische Überlegungen

  • SuS kann man das Glossar schrittweise selbständig durcharbeiten lassen.
  • SuS können in einem Film, den man als Anschauungsmaterial verwendet, die einzelnen Elemente heraussuchen und sich den Zeitcode merken.
  • Als besonders geeignete zeitgenössische Filme könnten gelten: "The pledge", "Das Parfum", "Lola rennt", "Babylon Berlin", "Damen-Gambit".
  • SuS können mit ihren Handys mit Lego-Figuren einzelne Filmtechniken "nachspielen".
  • Es könnte ein Ausschnitt aus einem literarischen Text als Filmskript verstanden werden. Dazu gilt es ein Storyboard zu zeichnen.
  • Den Tonmitteln könnte man nachspüren, indem man Filmausschnitte mit und ohne Ton abspielt.
  • Filmische Eigenproduktionen könnte man mit der Greenscreen-Methode ergänzen.
  • Als Weiterentwicklung könnte eine Digital-Radiosendung oder ein Video-Livestream ins Auge gefasst werden. Erst müssten noch die Hardware-Voraussetzung abgeklärt und geschaffen werden.
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