Leitbild

Die Kantonsschule Reussbühl

  • Die Kantonsschule Reussbühl (KSR) ist ein Gymnasium mittlerer Grösse in unmittelbarer Nähe der Stadt Luzern. Sie wurde 1970 gegründet. Ihr angegliedert ist die als eigenständige Abteilung geführte Maturitätsschule für Erwachsene (MSE), welche ein eigenes Leitbild besitzt.
  • Die Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Reussbühl kommen hauptsächlich aus den umliegenden Gemeinden Littau, Emmen, Rothenburg, Malters, Neuenkirch, Schwarzenberg und aus Luzern. Die Schule steht aber auch interessierten Schülerinnen und Schülern anderer Gemeinden des Kantons Luzern offen.
  • Die KSR führt ein Langzeitgymnasium für Schülerinnen und Schüler ab der 6. Primarklasse und ein Kurzzeitgymnasium für Schülerinnen und Schüler ab der 2. oder 3. Sekundarklasse.
  • Viele unserer Schülerinnen und Schüler verbringen den ganzen Tag an der Schule. Dem trägt die Schule durch die zeitliche Organisation des Unterrichtes und die Gestaltung des Schulhauses und der Umgebung Rechnung.
  • Als Maturitätsschule, die den Absolventen und Absolventinnen u.a. den prüfüngsfreien Übertritt an die Hochschulen ermöglichen soll, stellt sie an Auffassungsgabe und Leistungsbereitschaft hohe Ansprüche.
  • Die Schule versteht sich als eigenständige Institution im Rahmen der schweizerischen und luzernischen Gesetzgebung. Sie fühlt sich der gymnasialen Tradition verpflichtet und ist gleichzeitig Neuem gegenüber offen.

Die Bildungsziele

  • Die Kantonsschule Reussbühl vermittelt Allgemeinbildung, formt die Persönlichkeit und führt zur Hochschulreife.
  • Die Schule bietet eine breit gefächerte, ausgewogene Bildung an; sie fördert die kognitiven, emotionalen, gestalterischen, sozialen und physischen Fähigkeiten.
  • Zudem schafft sie ein Umfeld, in dem sich intellektuelle Neugier und Kreativität entwickeln können.
  • Die verschiedenen Fächer vermitteln Grundhaltungen, Grundkenntnisse und Grundfertigkeiten. Im Vordergrund stehen der Einblick in Methoden, mit denen Erkenntnisse zu gewinnen sind, sowie das Einführen in die spezifischen Arbeitstechniken.
  • In allen Fächern werden Selbstständigkeit, Offenheit, Kommunikations- und Teamfähigkeit angestrebt.
  • Verschiedene Denkweisen (intuitiv, logisch, analog, vernetzt usw.) und die Fähigkeit, kritisch und auch selbstkritisch zu urteilen, werden gefördert.
  • Bildung soll ein ganzheitlichen Prozess sein. Er dient der Selbstfindung und der Suche des Menschen nach Orientierung in Raum und Zeit, nach Sinn und Einsicht in Zusammenhänge in Natur und Gesellschaft.
  • Gemeinsam wird ein Schulklima geschaffen, in dem sich die Schülerinnen und Schüler zu selbstbewussten und verantwortungsvollen Menschen entwickeln können.

Der Unterricht

  • Als Schule, die in die Wissenschaften einführen will, orientiert sich die KSR an wissenschaftlich fundierten Lerninhalten.
  • Die Lehrkräfte arbeiten mit verschiedenen Unterrichtsmethoden, die sie dem Inhalt und der Unterrichtssituation entsprechend einsetzen.
  • Der Unterricht kann bei der Fülle des heutigen Wissens nur exemplarisch sein.
  • Stundenpläne und Tageseinteilungen sind so gestaltet, dass verschiedene Lehr- und Lernformen gepflegt werden können. Ziel ist kontinuierliches, in die Tiefe dringendes Arbeiten.
  • Die Behandlung thematisch verwandter Lerninhalte wird unter den Lehrkräften abgesprochen und zeitlich koordiniert.
  • Sonderwochen und Projekttage ergänzen den Fachunterricht; sie geben Gelegenheit, Lerninhalte zu vertiefen, den Bezug des Gelernten zum Leben zu realisieren und Einblick in Bereiche zu geben, die der Schule sonst fremd bleiben.
  • Die Studierenden übernehmen Verantwortung für das eigene Lernen und beteiligen sich aktiv am Unterricht; sie lernen, selbstständig zu lernen.
  • Lehrende und Lernende überdenken gemeinsam Inhalt und Form des Unterrichts.
  • Die Leistung der Lernenden wird ganzheitlich und transparent beurteilt. Dabei werden Beurteilungsformen eingesetzt, die auch Elemente der Selbstbeurteilung enthalten.
  • Das Qualitätsmanagement der KSR garantiert, dass die Arbeit der Lehrenden kontinuierlich reflektiert wird, und sorgt dafür, dass alle Beteiligten in den Prozess der Schulentwicklung einbezogen werden.

Die Schule als Gemeinschaft

  • Lehrende und Lernende, Schulleitung, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bilden zusammen eine Gemeinschaft, die von gegenseitiger Achtung geprägt ist.
  • Die KSR ist ein Arbeitsort, wo sich alle wohl fühlen können, wo man respektvoll und tolerant miteinander umgeht, wo Konflikte offen und fair ausgetragen werden und wo man einander auch durch wohlwollende Kritik fördert.
  • Das Leben an der Schule gestalten alle gemeinsam.
  • Die Klasse ist eine Lerngemeinschaft, die dem einzelnen Schüler und der einzelnen Schülerin Rückhalt und Unterstützung in fachlichen und menschlichen Belangen bietet.
  • Im Bewusstsein, Teil einer sich wandelnden Gesellschaft zu sein, sind wir sensibel für die spezifischen Ansprüche der verschiedenen Geschlechter, Altersgruppen, Ethnien und Religionen.
  • Das Schulhaus, seine Einrichtungen und Umgebung sind ein Arbeits- und Lebensraum, mit dem alle verantwortungsbewusst umgehen.
  • Die Schulleitung informiert Lehrende, Lernende und Eltern rechtzeitig und umfassend über die schulpolitische Situation, über schulinterne Entscheide, Schulanlässe etc.
  • Mit verschiedenen Schulanlässen fördert die KSR das Gemeinschaftsbewusstsein.
  • Die KSR pflegt mit den Behörden und der Bevölkerung von Gemeinde und Region systematisch Kontakt.
  • Theaterveranstaltungen, Ausstellungen, Konzerte und Vorträge sind ein Beitrag zum kulturellen Leben; sie sollen auch das Ansehen der Schule in der Bevölkerung stärken.

Reussbühl, im Juni1997, aktualisiert im Juli 2002