Die Gäste wanden dem jugendlichen KSR-Publikum zum Abschluss ein Kränzchen: Podiums-Moderator David Fischer von Discuss-it staunte: «Mir fiel die spezielle Betroffenheit und hohe Konzentration bei den Schülerinnen und Schülern sofort auf.“ FDP-Kantonsrat David Bärtschi und Anja Meier, SP-Vertreterin, stimmten ihm zu. „Beim spontanen Gruppengespräch mit den Schülern erlebte ich sehr reflektierte Aussagen,“ meinte Anja Meier. Auch Bärtschi attestierte den Schülergruppen ein gutes Niveau.
Umgekehrt fällt auch die Bilanz der Schülerinnen und Schüler positiv aus. Die Viertklässlerin Nolan Zwyssig bilanzierte den Anlass wie folgt: ”Was mich am meisten erstaunt und vor allen Dingen erfreut hat, ist die Einigkeit unter den verschiedenen Parteien, den Ukrainerinnen und Ukrainern zu helfen. Ich denke, mit dieser Hilfsbereitschaft ist sicherlich ein erster Schritt in die richtige Richtung getan. Jetzt gilt es, die Solidarität zu verwirklichen, konkrete Ideen und neue Entwürfe umzusetzen.»
Im Anschluss an die Diskussion begaben sich alle Podiumsteilnehmer ins Foyer. Hier nahmen die insgesamt fast 150 Schülerinnen und Schülern aus allen vierten Klassen und zwei dritten Klassen gemeinsam mit den prominenten Podiumsgästen eine Friedenskerze mit auf den KSR-Aussenplatz. Dort setzten alle mit ihrem Friedenslicht in den gemeinsamen Kreis ein symbolisches „Peace“-Zeichen. Dieses setzte ein hoffnungsvolles Zeichen seitens der Schulgemeinschaft für einen raschen Waffenstillstand im Konfliktgebiet und beendete die Veranstaltung auf stimmige, friedliche Weise.
Christian Fallegger, AG DeLL
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Junge Stimmen zum Podium:
Cyryl Ruf, L20b: «Ich fand die Podiumsdiskussion sehr interessant und wichtig für uns Jugendliche, da es für viele der erste kleine Einblick in die Politik war und es um ein sehr wichtiges Thema, den aktuellen Krieg ging. Interessant war auch, die jeweiligen Ansichten der Politiker aus den verschiedenen Parteien zu hören. Was mich beeindruckt hat, war, dass Politiker täglich Probleme bewältigen müssen, bei deren Lösung man es nie jedem Recht machen kann. Ein gutes Beispiel dafür waren die verschiedenen Aufenthalts-Ausweise wie die unterschiedlichen Ausweis-Status B, C und S. Hier waren einige der Meinung, jeder Flüchtende sollte einen S Ausweis bekommen, nicht nur die Flüchtlinge aus der Ukraine.»
Lilo Eltz, L20b: «Ich fand die Frage interessant, in der es um die Grenze der Hilfeleistung in der aktuellen Situation ging. Die Politiker waren sich einig, dass es im Moment keine rote Linie gibt, was mich überrascht hat. Ich fand das Podium sehr interessant, es hat zum Weiterdenken angeregt.
Jael Burri, L20a: «Die Politiker haben mir einen ehrlichen Einblick in die Welt der Politik und in das Thema Krieg und Migration gegeben. Sie haben nicht nur Defizite aufgezählt, sondern auch Möglichkeiten aufgezeigt, wie man helfen kann. Am liebsten hätte ich gleich selbst mitdiskutiert mit den Politikern.»
Nils Aregger, L20b: «Mein Eindruck war, dass sich einiges in der Frage Migration in die Schweiz geklärt hat. Wir wurden uns einiger Sachlagen bewusst, welche wir vorher vielleicht noch gar nicht in Betracht gezogen hatten. Ich fand das ganze Podium mitsamt der Moderation und dementsprechend auch wie die Politiker miteinander interagierten, interessant. Es hat der Arena (SRF) nicht geglichen, denn meiner Meinung nach haben die anwesenden Politiker sehr anständig miteinander diskutiert. Ich würde mir auch gerne mehr solcher Diskussionen wünschen. Der Aufwand für die Vorbereitung hat sich gelohnt.»