Kantonsschule Reussbühl
Luzern

Kanticup 2022

Finalist/innen Sek II: Cédric Herbst, Kanti Reussbühl, 1. Rang (oben links), Sina Meyer, Kanti Zug , 3. Rang (oben rechts), Anna Brunner, Kanti Alpenquai Luzern, 2. Rang (unten links), Marie Weise, Kanti Reussbühl , 4. Rang (unten rechts)

Cédric Herbst sichert sich erneut den Regionalmeistertitel für die Kanti Reussbühl!

 

Am letzten Samstag debattierten 40 Innerschweizer Jugendliche unter Beteiligung von vier Luzerner Gymnasien auf hohem Niveau. Die Kantonsschulen Alpenquai, Sursee, Beromünster und Reussbühl waren dabei erfolgreich vertreten. Gleich vier der total acht Tickets konnten sich die Reussbühler Teilnehmer/innen für den im April stattfindenden Schweizer Final von Jugend debattiert sichern. Zusammen mit dem Sieger Cédric Herbst qualifizierten sich Marie Weise in Kategorie 2 sowie Zoe Häfliger und Kay Gehringer in der Kategorie 1 für das Stelldichein der besten Schweizer Debattierenden. Und auch für Kanti Alpenquai gibt es die Schweizer-Final-Qualifikation durch Anna Brunner zu feiern.

Auch heuer bleibt die Trophäe für die beste regionale Debatten-Leistung auf der Sek-II-Stufe in Reussbühler Händen. Der Maturand Cédric Herbst überzeugte die Jury mit versierter Debattiertechnik, profundem Sachwissen und einer beeindruckenden Auffassungsgabe. Insbesondere in der emotionalen und anspruchsvollen Finaldebatte mit der Frage, wie es weitergeht im Verhältnis Schweiz-EU, vertrat er die „Pro-Seite“ kompetent und entkräftete die Gegenargumente seiner Mitstreiterinnen, der Zugerin Sina Meyer und der Luzernerin Anna Brunner, meisterlich. Cédric Herbst blieb nach geschlagener Schlacht bescheiden: “In erster Linie hat mir das Debattieren wieder viel Freude bereitet. Die Themen waren noch etwas diverser gewählt als bei meiner Teilnahme vor Jahresfrist. Ich erlebte spannende, auch durchaus hitzige Debatten von der ersten Vorrunde bis in den Final. Für mich ist es in Hinblick auf das Nationale Finale natürlich besonders ermutigend, den Wettkampf auf Platz eins beendet zu haben.“ meinte der Reussbühler zufrieden.

Ein weiteres Ticket nach Bern sicherte sich die -Fünftklässlerin Marie Weise, ebenso aus Reussbühl. Sie konnte durch die intensiven Wortgefechte auch für sich persönlich dazulernen: „In der Halbfinal-Debatte hatte ich zwar mit Argumenten kontra Unisex Toiletten debattiert, aber nach dem ich so viel über dieses Thema gelesen habe, sehe ich es als absolut notwendig, dass auch wir solche an unserer Schule haben.“ 

 

Finalist/innen Sek I: Zoe Häfliger, Kanti Reussbühl, 3. Rang (oben links), Elena Schorn, Kanti Zug, 1. Rang (oben rechts), Kay Gehringer, Kanti Reussbühl, 4. Rang (unten links), Reto Gretener, Kanti Zug, 2.Rang (unten rechts)

Auch jüngere Kategorie debattierte auf Erwachsenen-Niveau!

Zoe Häfliger (Reussbühl) ergatterte bei ihrer zweiten Teilnahme am Wettbewerb gleich einen der vier Plätze für die Finaldebatte, welche für den Start in Bern berechtigen. Alle Kandidatinnen hatten zuerst in der Streitfrage, ob die religiösen Feiertage abgeschafft werden sollten sowie anschliessend in der Frage eines Verbots von Flug-Reisen für Maturanden zu bestehen. Damit setzten sich auch die Jüngsten nicht nur mit brisanten gesellschaftlichen oder schulischen Themen auseinander, sondern auch mit politischen Initiativen: Im Final ging es um die Pflegesituation in der Schweiz. Die grosse Überraschung gelang dem Zweitklässler Kay Gehringer, dem vierten Reussbühler, der auf Anhieb in den Regionalfinal vorstiess und damit auch das begehrte Ticket für Bern erhielt.

Die erstmalige Teilnahme am regionalen Kräftemessen der besten Kanti- und Berufsschülerschaft war auch für die beiden Viertklässlerinnen Lena Silbermann und Lara Huber eine gelungene Debattier-Erfahrung. Sie bilanzierten übereinstimmend: „Es war eine lehrreiche Herausforderung, die uns sehr gefiel. Im Gegensatz zum theoretischen und eher auf Aufnahmefähigkeit fokussierten Schulunterricht ist man auf sich allein gestellt und oft in der Offensive: Diese Konfrontation war für uns äusserst Erlebnis- und lernintensiv. Das Eintauchen in ein Thema, dieses von allen Seiten zu beleuchten und dann während der Debatte möglichst schlagfertig zu sein war für uns eine eindrückliche Erfahrung.“

Die Hauptverantwortliche seitens der Veranstalterin YES, Janine Kühne, war bezüglich des Niveaus und der Vorbereitung im Anschluss an den Wettbewerb voll des Lobes: “Das waren auf sehr hochstehendem Level geführte Debatten, wo auch ersichtlich wurde, dass die Luzerner Schulen ihre Lernenden gut auf diesen Anlass vorbereiten.“ Und ihr Vorgänger, Jannis Brombacher, toppte diese Aussage als Juror und schwärmte: „Auch in der Kategorie 1 waren die Debatten teilweise auf Erwachsenen-Niveau. Chapeau.“.

 

„Hoffentlich bald wieder Live-Debatten Auge in Auge!“

Wie vor Jahresfrist wurde diese Austragung des Debattierwettbewerbs pandemiebedingt über den digitalen Kanal ausgetragen. Stellvertretend für viele andere Teilnehmerinnen hier das reife Plädoyer der Drittklässlerin Zoe Häfliger: „Es wäre toll, wenn der Wettbewerb wieder live Aug‘ in Auge ausgetragen werden könnte. Das lässt sich nicht ersetzen. Die Spontaneität ist grösser, der Austausch ist lebendiger, man spricht einander weniger ins Wort.“ Das wiederum tut der ausgezeichneten Organisation durch YES an diesem Anlass keinen Abbruch.

Die Debatten sind zum Nachschauen als Playlist auf Youtube verfügbar.
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