Kanticup vom Samstag, 25.1.2020

Am Samstag, 25.1.2020, fand von 09.15-15.00 Uhr an der Uni Luzern der Kanticup 2020 von "Jugend debattiert" statt. Dieses Jahr wurde der Anlass organisiert durch die Organisation "Young Enterprise Switzerland" (YES). 

Das Tableau wurde gegenüber den Vorjahren leicht angepasst. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer bestritten zwei Vorrunden mit je einem separaten Debattenthema. Aus allen Debatten wurden dann die besten 4 Resultate ermittelt und eine Finaldebatte ausgetragen. Diese fand sowohl in der Kategorie 1 als auch der Kategorie 2 statt. Da wurde jeweils ein drittes Thema debattiert. Der Finaleinzug am Regionalfinal bedeutet zugleich auch ein Ticket für die Teilnahme am eidgenössischen Final in Bern.

Wie jedes Jahr wurden die Schülerinnen und Schüler von engagierten Lehrpersonen der Fachschaften Deutsch und Geschichte auf den Debattierwettbewerb vorbereitet und teils auch vor Ort gecoached. Die Hauptleitung der Vorbereitung lag wiederum bei Christian Fallegger, der auch die AG DeLL (Demokratie lernen und leben) präsidiert.

Bericht in der NLZ


Als souveräner Conferencier wirkte Jannis Brombacher von der Organisation YES.


Themen Kategorie 1 (Unterstufe und 10. Schuljahr)

  1. Runde: Sollen kommerzielle Inlandflüge innerhalb der Schweiz verboten werden?
  2. Runde: Soll in der Schweiz ein allgemein gültiger Mindestlohn eingeführt werden?
  3. Final-Debatte: Soll für Kinder eine Impfpflicht gemäss dem Schweizerischen Impfplan eingeführt werden?

Von der KSR debattierten in der Kategorie 1: Stefan Eberhard, Tom Huwyler, Lionel Matthey, Gjina Tanushaj und Nolan Zwyssig

In Kategorie 1 konnte sich Gjina Tanushaj (2. von links) für den Final qualifizieren und darf im März auch nach Bern reisen! Den Gesamtsieg im Final in dieser Kategorie holte sich eine Schülerin der Kantonsschule Zug (ganz links im Bild, Sina Meyer).

Zu ihrem Auftritt sagt Gjina rückblickend: "Für mich war der Debattier-Anlass wieder eine tolle Erfahrung, die mir sicherlich auch für zukünftige Vorträge und Reden helfen wird. Die Themen, die wird behandelt haben, fand ich sehr spannend. Ich finde, beim Debattieren lernt man auch auf andere Perspektiven einzugehen und eine Sache von mehreren Seiten zu betrachten. Ich fand es sehr hilfreich, dass wir jeweils nach jeder Runde ein Feedback bekommen haben, so konnte ich mich verbessern. Ich habe mein Bestes gegeben, aber trotzdem war ich (positiv) überrascht, als ich meinen Namen bei der Verkündigung der Finalistinnen und Finalisten gehört habe. Ich freue mich auf weitere Debatten in Bern."

Themen Kategorie 2 (Oberstufe)

  1. Runde: Soll die Schweiz die Widerspruchslösung bei der Organspende einführen?
  2. Runde: Soll das Milizsystem der Schweizer Politik abgeschafft werden?
  3. Finaldebatte: Soll das geltende Moratorium für gentechnisch veränderte Pflanzen und Tiere in der Schweizer Landwirtschaft 2021 aufgehoben werden?

Von der KSR debattierten in der Kategorie 2: Fiona Jetzer, Mira Falz, Marie Weise und Vera Herzog

In Kategorie 2 schaffte Marie Weise (2. von rechts) den Finaleinzug. Auch sie wird die KSR in Bern vertreten können. In dieser Kategorie gewann den Final eine Schülerin von der Kantonsschule Menzingen (2. von links, Lia Blättler).

Marie sagt zu ihrer Debattierleistung nachher: "Ich habe den Anlass an sich sehr positiv erlebt, er war viel besser organisiert als letztes Jahr und dadurch hatte ich auch weniger Stress. Leider konnte ich bei keiner der Debatten meine Wunschposition vertreten, was das Argumentieren erschwert hat. Ich war aber doch froh, dass es so gut geklappt hat. Ins Finale bin ich völlig unvorbereitet gekommen und konnte mir nur noch kurz eine Anfangsrede zurecht legen und versuchen, mir möglichst viele Infos zu merken. Das hat so mässig funktioniert. Aber mein 'Team' an Freunden (Donjeta, Anna, Fabienne und Sophia) haben mir so gut geholfen, wie sie konnten." 

Die DE-Lehrperson Kathrin Christen der KSR, die den Debattier-Anlass zum ersten Mal besucht hat, sagt rückblickend: "Die Vorbereitungshilfe, die den Schülerinnen und Schülern an der KSR geboten worden ist, hat sich gelohnt. Ich bin superstolz auf meine Schülerin Gjina Tanushaj, die es bis ins Finale geschafft hat und in Bern weiter debattieren darf. Insgesamt bekam ich durch diesen Anlass Ideen für meinen Unterricht und wie ich die Klassen auf den nächsten Debattieranlass vorbereiten kann. Ich war auch beeindruckt davon, wie die jungen Leute Positionen vertraten, die nicht immer ihren eigenen entsprechen, und sich dabei auf einen Perspektivenwechsel einliessen, der öfters auch Erwachsenen gut tun würde."

 

Kanticup 2021 an der KSR

Den nächsten Kanticup "Jugend debattiert" wird wieder die KSR organisieren, und zwar im Jubiläumsjahr 2021, "50 Jahre KSR".